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„ Wohltätig ist des Feuers Macht - wenn sie der Mensch bezähmt - bewacht -und was er bildet - was er schafft - das dankt er dieser Himmelskraft - wenn sie der Fessel sich entrafft - einhertritt auf der eignen Spur - die freie Tochter der Natur.Wehe - wenn sie losgelassen - wachsend ohne Widerstand durch die volksbelebten Gassen wälzt den ungeheuren Brand“

Friedrich von Schiller

 

 

 

 

Die Freiwillige Feuerwehr Wallau wurde am 8. März 1925 von dem Bürgermeister Christian Hainbach gegründet.

Hier ein Auszug aus der damaligen Satzung:
 

"Sie ist ein Hilfsorgan der Polizeibehörde, ein anerkannter Verein Freiwilliger, zur persönlichen Übernahme des Löschdienstes nach den jeweiligen Bestim­mungen der Bezirksfeuerlöschordnung = Polizeiverordnung oder des Feuerlöschwe­sens regelnden Ortsstatutes und der dazu erlassenen Ausführungsvor­schriften, die sich die Rettung des Lebens und Eigentums der Mitmenschen aus Feuergefahr und die Hilfeleistungen bei anderen Unglücksfällen und Notständen zur Aufgabe gemacht hat. Die Freiwillige Feuerwehr ist eine Schutzwehr im Sinne des § 113 RStrGB.

(Reichsstrafgesetzbuch)

Sie bezweckt außerdem die Erzielung eines engeren freundschaftlichen Zusammenhangs der Mitglieder und Hebung des gemütlichen Geistes durch gesellige Zusammenkünfte und kameradschaftlichen Verkehr".


 

Der hier festgelegte Zweck der Freiwilligen Feuerwehr ist auch heute noch, wenn auch nur teilweise, gültig.
 


 


 

Der erste Vorstand bestand aus:

Dem Kommandanten Heinrich Theofel ( Rainhenners )

dessen Stellvtr. Ludwig Friedrich jun.

Dem Zeugwart Heinrich Grebe VII

Dem Kassierer Ludwig Balzer ( Post )

Dem Schriftführer Otto Eckel ( Schäfergrittches )

Es wurden eingerichtet:

Eine Steigermannschaft

Eine Hydrantenmannschaft

Eine Wassermannschaft

Eine Wach- und Ordnungsmannschaft

Hornisten waren:

Heinrich Briel V ( Habermanns )

August Henkel aus der Lindenwirtschaft,

Peter Engel

Sanitäter war Karl Petri ( Hatzfellers )


 


 

In den Jahren vor der Gründung der Wallauer Feuerwehr, lag der Brandschutz für die Gemeinde sehr im Argen. Anfangs wurde der Brandschutz durch eine Gemein­schaftsfeuerwehrspritze, welche in Breidenbach stationiert war, übernommen. Im Jahr 1867 schaffte die Gemeinde Wallau zusammen mit der Gemeinde Weifenbach eine neue Feuerwehrspritze an, die von der Firma Vaupel in Darmstadt geliefert wurde. Durch den Bau von zwei Hochbehältern mit einem Fassungsvermögen von 550 cbm Wasser, durch Anlage von vielen Hydranten und durch die Stauanlagen des Hainbachs beim Brauhaus, bei Postbalzers und beim Wiesenweg, konnte der Brandschutz zusätzlich verbessert werden. Diese wesentlichen Verbesserungen haben sich bei den Brandkatastrophen in der Zeit von 1926 - 1932 bewährt.
 

Wegen ihrer tüchtigen Leistungen erhielt die Wehr dreimal Geldspenden von der nassauischen Brandversicherung. Bei einem Wohnhausbrand im Jahre 1930 kam es zu ernsthaften Konflikten zwischen den Rechten der Wehr und den Aufgaben der Landjäger. Es traten daraufhin 45 Mitglieder der Feuerwehr zurück..
 

Am 15. März 1933 wurde der Vorstand neu zusammengestellt. Wehrführer wurde Ludwig Friedrich, Stellvertreter und Schriftführer Heinrich Thome, Kassierer Karl Petri, Zeugwart Heinrich Grebe. Zwei Jahr später, im Jahre 1935 wurde eine Motor­spritze für 2.900,- RM angeschafft, wofür die Gemeinde einen Zuschuß von 1.680,- RM erhielt. Diese Anschaffung ermöglichte der Freiwilligen Feuerwehr eine noch wirksamere Bekämpfung des Feuers.
 

In der Gemeindeversammlung am 24. Januar 1959 stellte der bis dahin amtierende Wehrführer Ludwig Friedrich aus Altersgründen sein Amt zur Verfügung. Nachfolger wurde Christian Schwarz.
 

Am 29. Oktober 1960 wurde der Wehr ein zur damaligen Zeit modernes Löschgrup­penfahrzeug (LF 8) und ein Tragkraftspritzenanhänger (TSA 8) mit Zubehör über­geben. Dieses Fahrzeug konnte im Dezember 1961 beim Brand im Schützenhaus erst­mals eingesetzt werden, wobei es sich bestens bewährte. Bei diesem Einsatz erwies sich jedoch, daß das notwendige Personal des LF 8 und der TSA 8 nicht in diesem Fahrzeug befördert werden konnte. Eine Abhilfe durch die Gemeinde war aus finanziellen Gründen nicht möglich. Daraufhin entschloß sich der Vorstand der Wehr, innerhalb der Gemeinde eine Spendenaktion durchzuführen, die sehr erfolgreich verlief. Mit den gespendeten Geldern war es möglich, einen VW-Bus zu beschaffen. Somit war die Wehr fahrzeugmäßig gut ausgerüstet.
 

Am 2. Januar 1963 übernahm Alfred Born die Führung der Wehr. Es war ihm jedoch nicht möglich, der Wehr längere Zeit vorzustehen, da er beruflich nach Bochum versetzt wurde.
 

Im April 1964 wurde Schreinermeister Heinrich Wolf zum neuen Wehrführer gewählt Er bekleidete dieses Amt 5 Jahre, ehe er seinen Rücktritt aus Alters- und Gesund­heitsgründen in 1969 erklärte.
 

Sein Nachfolger wurde Gerhard Bonacker. Am 15. Mai 1975 konnte die Freiwillige Feuerwehr Wallau das schon lange notwendige TLF 16 in Empfang nehmen, wodurch die Wehr bei der Brandbekämpfung sofort mit Wasser einsatzfähig ist. In der Amtszeit von Gerhard Bonacker wurde unter dessen Leitung eine neue Abtei­lung in der Freiwilligen Feuerwehr Wallau gegründet, die Jugendfeuerwehr. Nach einer Amtszeit von 10 Jahren stellte der Wehrführer Gerhard Bonacker sein Amt in 1978 aus beruflichen Gründen zur Verfügung. Als Nachfolger wurde von der Wehr Wolfgang Orgas gewählt.
 

Nachdem im Jahre 1979 der einst angeschaffte VW-Bus ausgemustert werden mußte, beschloß der Vorstand für die Ersatzbeschaffung eines neuen Mannschafts­transportwagens, wiederum eine Spendenaktion durchzuführen. Dank der großzü­gigen Mithilfe der Wallauer Bürger und Firmen, konnte das Vorhaben noch im selben Jahr erfolgreich abgeschlossen werden.
 

Im Januar 1983 stellte der Wehrführer Wolfgang Orgas sein Amt zur Verfügung, da sein Arbeitsplatz verlegt worden war. Sein Nachfolger wurde Karl-Georg Meyer, der die Geschicke der Wallauer Wehr bis 1991 führte.

In dieser Zeit konnten wesentliche Veränderungen in Wallau verzeichnet werden.

So wurde 1985 der Kreisfeuerwehrtag in Wallau durchgeführt mit dessen Erlös ein Gerätewagen Nachschub beschafft werden konnte.

Auch die Alarmierung der Feuerwehrkammeradinnen und - Kameraden wurde durch die Anschaffung von Funkalarmempfängern erheblich verbessert.

Karl Georg Meyer übergab sein Amt wegen der Doppelbelastung als Stadtbrandinspektor und Kreisbrandmeister an seinen Stellvertreter Klaus Peter Kratky, der dieses Amt kommissarisch weiterführte.

1992 wurde der Kamerad Kratky dann offiziell zum neuen Wehrführer in Wallau gewählt.

Im Jubiläumsjahr gab es dann während einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung erneut einen Führungswechsel, da der Kamerad Kratky sein Amt zur Verfügung stellte.

Seit dem 12. Mai 1995 führt nun Dirk Frank als Wehrführer die Wallauer Feuerwehr an.

Die Feuerwehr Wallau feierte ihren 70 Geburtstag 1995 mit einer gelungenen

Veranstaltung in der Henkel – Halle.

Was am 7. Januar 1997 geschehen ist, werden die Kameradinnen und Kameraden aus Wallau wohl so schnell nicht vergessen.

Der eine oder andere hielt es anfangs für einen schlechten Scherz oder einen Irrtum, denn die Durchsage nach der Alarmierung lautete:

„Brennt Feuerwehrhaus in Wallau.“

Wir mussten mit ansehen, wie unser Gerätewagen Nachschub ein Raub der Flammen wurde.

Dank des beherzten und umsichtigen Eingreifen, konnten die Wallauer Kameraden den Schaden am Gebäude und an den anderen Fahrzeugen begrenzen. Für die schnelle und unbürogratische Hilfe die wir erhielten, bedanken wir uns an dieser Stelle noch einmal recht herzlich. Als Ersatz wurde ein Mannschaftstransportwagen sowie die zerstörten Geräte beschafft.
 

Lassen sie uns nun noch einen kurzen Rückblick auf die Ausrüstung und Tätigkeit der Wehren vor mehr als 80 Jahren tun. Damals bestanden noch nicht allerorts Frei­willige Feuerwehren. Durch Verfügung der Behörden des Landes wurden die Jugendlichen und älteren Jahrgänge zu den Pflichtfeuerwehren herangezogen.
 

Bei einem Brand wurde zur damaligen Zeit durch Glockengeläute, Trompeten­signale und dem Rufe „es brennt" alarmiert. An einer Brandstelle waren neben den Pflichtfeuerwehren fast alle Einwohner bereit, um sich helfend zu betätigen. Die Ausrüstung der Wehren der Städte und Gemeinden mit Feuerlöschgeräten war nach den heutigen Begriffen sehr primitiv.

Waren Saug- und Druckschläuche, Leitern und Reißhaken vorhanden, waren diese Wehren schon gut ausgerüstet. Die persönliche Ausrüstung, soweit es eine Freiwillige Wehr gab, war der blaue Uniform­rock, ein Lederhelm mit Messingraupe und ein Stoffgürtel. Die Leitermannschaft mit ihren Führern hatte außerdem Seile. Wasser war das alleinige Löschmittel, das aus Bächen und Brunnen entnommen wurde, denn Wasserleitungen gab es damals nur in wenigen Städten. Die Landwirte besorgten in den Landgemeinden mit Fässern das Wasser. Auch wurde es über Saugpumpen zu den Spritzen gepumpt oder durch der Hände lange Kette mit Leineneimern zu den Spritzen herangebracht. Unter diesen Umständen war es nicht verwunderlich, daß unzählige Hände eingesetzt werden mußten. Heute haben wir eine moderne Brandbekämpfung und einen ebenso wichtigen vorsorglichen Brandschutz. In jeder Gemeinde sind Freiwillige Feuerwehren und jede größere Stadt hat eine Berufsfeuerwehr. Alle sind sie ausge­rüstet mit modernen Geräten und in kurzer Zeit sind die Wehren durch Sirenen oder andere Alarmanlagen einsatzbereit. Wenn es in den vergangenen Jahrzehnten nur darauf ankam, ohne großes Wissen und Können ein Mann der Feuerwehr zu sein, so hat sich dies zum Segen der Allge­meinheit wesentlich geändert. Heute wird von jedem einzelnen Kameraden ein größtmögliches Wissen und Können auf dem Gebiet des Brandschutzes und der Brandbekämpfung verlangt. Fast täglich treten neue Probleme in der Brandbekämp­fung auf. Durch die Industrialisierung, durch unaufhörliche Entwicklung in der Technik und nicht zuletzt durch die Verarbeitung von einer Reihe z. B. hochempfind­licher Kunststoffe sind auch die damit verbundenen Gefahren größer geworden. Die praktische und theoretische Ausbildung der Feuerwehrkameraden muß daher an erster Stelle stehen, um eine effektive Brandbekämpfung zu gewährleisten. Diese Voraussetzung wird sowohl in den Wehren als auch auf Kreis- und Landesebene in großem Umfang Rechnung getragen. Durch die stetige Ausbildung aller Feuerwehrkameradinnen und -kameraden wurde es möglich, das Problem, das früher von Hunderten von Händen trotz großer Anstrengungen nicht gelöst werden konnte, heute von einer kleinen Schar gut ausgebildeter Feuerwehr­frauen und -männer in oft kurzer Zeit erledigt werden kann. Im Jahre 1984 hat die Freiwillige Feuerwehr Wallau ein Gerätehaus übernehmen können, welches ab dem Rohbau von den aktiven Wehrleuten in Eigenleistung fertiggestellt wurde. Durch die verkehrsgünstige Lage und die großzügige Bauweise hat es weiter dazu beigetragen, die Einsatzbereitschaft zu erhöhen. Desweiteren hat die Wehr Wallau in demselben Jahr sowohl ein neues LF 8, als auch eine neue TS 8 über­nehmen können. Auch diese beiden Anschaffungen dienen dazu, die immer schwie­riger werdenden Anforderungen zu erfüllen. Die Anschaffung eines Mehrzweckfahrzeuges durch Vereinsgelder sowie eine Optimierung der Erreichbarkeit unserer Feuerwehrangehörigen durch die Beschaffung von Funkalarmempfängern sowie die ständige Weiterbildung der Kameradinnen- und kameraden sollen helfen die Aufgaben in der heutigen Zeit schnell und relativ gefahrlos zu bewältigen.

 

 

Freiwillige Feuerwehr Wallau/Lahn